Visitenkarten – Fehler vermeiden und wie mache ich es richtig?

Wenn es um das Gestalten und das Verteilen von Visitenkarten geht, dann kann man so Einiges falsch machen und potentielle Kunden im null Komma nichts vergraulen. Doch genau diese Fehler gilt es zu vermeiden, da meist ein kleines Detail reicht, um nicht wahrgenommen oder vergessen zu werden. Man macht sich schließlich nicht die ganze Arbeit, um seine Visitenkarten anschließend im Mülleimer an der nächsten Straßenecke wiederzufinden. Oder sie auf dem Boden der Innenstadt, verschmutzt und mit Fußabdrücken der Menschen, liegen zu sehen.

1. Seriöse Angaben

Bei der Gestaltung der Visitenkarte ist es ganz wichtig seriöse Angaben zu machen, um auf die Zielgruppe seriös und vertrauenswürdig zu wirken. Man möchte mit den Visitenkarten schließlich bezwecken, dass potentielle Kunden auf einen aufmerksam gemacht werden, einen kontaktieren und dann im besten Fall mit einem ins Geschäft kommen. Doch wenn eine Kontaktadresse auf der Visitenkarte babygirlxoxo87@gmail.com lautet, dann wird sich wohl kein Mensch jemals melden, auch wenn man die Visitenkarten zuvor mit dem schönsten und freundlichsten Lächeln der Welt an die Menschen verteilt hat. Ebenfalls wichtig ist es, wenn man die Möglichkeit der telefonischen Erreichbarkeit auf seiner Visitenkarte mit angibt, einen seriös besprochenen Anrufbeantworter zu haben, falls man sein Telefon einmal nicht hören sollte oder es ausgeschaltet sein sollte. Wenn den Anrufer ein Lachsack mit Pieps stimme darum bittet eine Nachricht hinter dem Rülpser zu hinterlassen, dann kann man sich sicher sein, dass man von dem Anrufer, welcher zuvor womöglich noch interessiert war, nichts mehr zu hören bekommt. Also muss auf diese Dinge in jedem Fall geachtet werden, um es sich nicht bei den Kunden zu verscherzen. Denn, da kann man der seriöseste Geschäftsmann auf dem Markt sein, wird jedoch niemals Erfolg haben. Der erste Eindruck zählt bekannter Maßen.

2. Eine gute Qualität der Visitenkarte

Wenn eine Visitenkarte aussieht, als hätten diese schon zig andere Menschen zuvor in der Hand gehabt, kann man davon ausgehen, dass dies keinen guten Eindruck bei den Leuten hinterlässt. So, wie Kleider Leute machen, macht das Papier die Visitenkarte. Ob man das will, oder nicht – das Äußere zählt, das Innere kommt später zur Geltung, wenn einmal das Interesse in den Zielpersonen geweckt ist. Mit einem dünnen Blatt Papier, welches bei dem kleinsten Widerstand zu reißen droht, sich der potentielle Kunde womöglich auch noch an dem eigerissenen Papier schneidet und Schmerzen erleidet, lockt man sicher keine neuen Kunden an. Man sollte in jedem Fall darauf achten, dass die Qualität des Papieres hochwertig ist und die Schrift nicht sofort wieder verbleicht.

3. Einen Übersetzer konsultieren.

Möchte man nicht als der zweite Herr Oettinger in die Geschichte der kaum zu übertreffenden Peinlichkeiten eingehen, dann sollte man sich an einen professionellen Übersetzer wenden. Dies ist vor Allem wichtig, wenn man vorhat sich international zu expandieren oder bereits im Ausland tätig ist. Nichts ist peinlicher und unseriöser, als eine schlecht übersetzte Visitenkarte. Ist man kein Muttersprachler und muss man sich das wenig hängengebliebene Schulenglisch aus den Fingern saugen, um irgendwie einen mehr oder weniger sinnvollen Satz auf die Karte zu schreiben, sollte man einfach gleich die Finger davon lassen und das einen Profi machen lassen. Sonst kann man die internationale Expansion sofort wieder vergessen.

4. Weniger ist manchmal mehr

Blümchen, Sternchen, Glitzer und Herzchen gehören auf keine Visitenkarte. Als Scheidungsanwalt kommt es bei Paaren nicht besonders gut an, wenn die Visitenkarten mit Herzchen verziert sind, welche in der Mitte zerbrochen sind. Die Leute wollten Seriosität und keine Dekoration auf den Visitenkarten. Durch zu viel Dekoration kann schnell der Eindruck entstehen, dass man verspielt, unseriös und zu kindisch ist, um ein ernsthaftes Geschäft zu betreiben. Somit stellt man für die Menschen auch keinen ernst zu nehmenden Geschäftspartner dar. Darum sollte man auf ein schlichtes Design achten, welches durchaus mit zwei Farben an den Rändern versehen werden kann, jedoch nicht „Hier bin ich, sieh mich an, ich will auffallen“ schreien sollte. Wer laut schreit, der hat meist nicht mehr viel zu bieten und muss so auf sich aufmerksam machen. Wer was kann und was drauf hat, der hat so einen Schrei überhaupt nicht nötig. Stille Gewässer sind bekanntlich tief und ruhige Visitenkarten sind demnach seriöser.

5. Klein, aber fein

Eine große Visitenkarte mag vielleicht auffallen, ist jedoch sehr umständlich zu verstauen. Meist landen Visitenkarten in dem Geldbeutel der Menschen, damit sie unversehrt nach Hause kommen. Doch, wenn die Visitenkarte die Ausmaße eines lebensgroßen Posters annimmt, wo das Gesicht einen anstrahlt und die Schriftgröße 20 auf einen fällt, ist das eher kontraproduktiv. Es reicht völlig aus eine kleine Visitenkarte, in der Größe einer EC Karte, zu gestalten. Alles andere ist übertrieben und schreckt potentielle Kunden nur ab.

Es gibt vieles, was man bei der Gestaltung von Visitenkarten falsch machen kann. Dies waren lediglich fünf Beispiele, doch wenn man diese beachtet, ist man bei dem Wunsch, den Kundestamm zu vergrößern, schon ein ganzes Stück weiter.

 

Jasmin Schmidt

Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten.

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