Guerilla Marketing mit Printprodukten

Wer an Guerilla Marketing denkt, dem fallen wahrscheinlich zuerst irgendwelche auf der Straße verteilten Flyer ein, die wahllos herumliegen und nicht wirklich ansprechend sind. Aber diese Art des Werbung machens ist weitaus mehr, als es auf den ersten Blick scheint und macht auch hinsichtlich vieler Kundengruppen durchaus Sinn und erreicht die potentiellen Käufer und Abnehmer des eigenen Produktes dort, wo sie selbst sich befinden. Das kann auf der Straße sein, muss es aber nicht ausschließlich sein. Denn Printprodukte und deren Zusammenspiel mit dem Alltag der Konsumenten sind ein zentraler Bestandteil des so genannten Viralen Marketings und das kleine Wörtchen ‚viral‘ ist einer der aktuellen Schlüsselbegriffe einer modernen Sichtweise auf kundenorientierte Werbung. Die klassische Zeitungsanzeige, das großflächige Plakat oder der monatlich verschickte Katalog gehören zwar nicht komplett der Vergangenheit an, aber sind beim viralen Marketing in den Hintergrund getreten. Was ist Guerilla Marketing? Und was kann ein Unternehmen durch diese Art der Produkt- oder Dienstleistungswerbung gewinnen? Und wie verändert die Werbung mit Printprodukten heute noch die Kommunikationspolitik einer Firma?

Flyer, Broschüren, Sticker: Virales Marketing mit Printprodukten

Ob Flyer, Broschüren, Sticker oder andere Printprodukte: Gedruckte Werbung gab es schon immer und noch heute eignet sie sich hervorragend, um sie mit den relativ neuen Strategien des Guerilla Marketing zu verbinden. Vor allem für kleinere Unternehmen und Firmen bietet es sich an, die heute so günstigen Druckerzeugnisse zur Verbreitung der eigenen Ideen und Konzepte zu nutzen. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass man sich als Unternehmen klar macht, was man will. Denn ein wichtiger Aspekt ist vor allem eine zentrale Identität, die ein Produkt haben sollte, um etwas ganz Besonderes zu sein. Auf Klassiker wie bestimmte Smartphones oder den Computer mit dem Apfel muss man heute nicht einmal mehr direkt verweisen. Das Konzept des Guerilla Marketing selbst ist dabei schon etwas älter. Es stammt aus den achtziger Jahren und bezeichnete damals vor allem eine Werbestrategie, die sich von den eingefahrenen und veralteten Formen befreite. Einige wesentliche Ideen, die Werbefachleuten heute als fundamental erscheinen, wurden erst zu diesem Zeitpunkt entwickelt. Dazu zählten unter anderem die Fokussierung auf ein spezielles Produkt, das man in mehreren Kanälen gleichzeitig bewirbt. Die Werbung selbst sollte auf eine möglichst kleine Kundengruppe bezogen sein und Kooperationen mit Partnern sollten weitere Vorteile bringen. Heute gehören alle diese Punkte – und noch viele mehr – zu den alltäglichen Werkzeugen, wenn es um Virales Marketing geht.

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Printprodukte eigenen sich hervorragend, um Guerilla Marketing zu betreiben

Was sind nahe liegende Ideen, die man mit Printprodukten in Bereich des Guerilla Marketing verwirklichen kann? Zum einen kann man auf das klassische Flyerverteilen zurückgreifen. Grundsätzlich ist es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wo man die Printprodukte verteilen will. Ein Unternehmen, das ausschließlich Produkte für Sportler herstellt oder vertreibt, wird daher zu allererst in den lokalen Sportgeschäften, auf den Sportplätzen und den Sport- und Freizeitzentren werben. Flyer eigenen sich hervorragend, um regelmäßig das eigene Profil in den Mittelpunkt zu rücken. Vor allem zeitlose Flyer, die das Unternehmen vorstellen, einen besonders markanten Punkt noch mehr hervorheben oder über ein dauerhaft vorhandenes Angebot informieren, kann man in großer Stückzahl sehr günstig drucken lassen und dann in bestimmten zeitlichen Abständen immer wieder an die entsprechenden Orte bringen lassen oder selbst dort verteilen. Aber ein Flyer ist nur ein einziges Beispiel. Für ein umfangreiches Guerilla Marketing eignen sich vor allem auch Sticker und Stempel sehr gut. Denn diese sind nicht nur überall im Stadtbild sichtbar, sondern werden praktisch ganz von alleine verteilt. Denn einen gut gestalteten Aufkleber nimmt ein Kunde gerne mit und klebt ihn an den Ort seiner Wahl. Aufkleber online zu bestellen und drucken zu lassen ist mittlerweile einfacher als jemals zuvor. Es geht schnell und man hat als Ergebnis einen hervorragenden Werbeträger, der garantiert auffallen wird.

Sticker sind einfach überall: Die Stadt als Werbefläche

Beim Marketing mit Printprodukten und vor allem beim sogenannten Guerilla Marketing, das viral werden soll, kommt es aber vor allem auf das Design und den Inhalt an. In den meisten Fällen beißen sich Werbefachleute die Zähne an den besten und witzigsten Ideen aus und immer wieder gibt es sehr gute Kampagnen. Virales Marketing mit Printprodukten kann aber auch bedeuten, dass man sich Kalender oder ähnliche nützliche Artikel mit dem firmeneigenen Symbol, einem klaren Design oder anderen prägnanten Bildern bedrucken lässt und seine Kunden damit beschenkt. Aufkleber haben den eindeutigen Vorteil, dass sie im wortwörtlichen Sinn haften bleiben. Bleiben auch wir bei dem Beispiel des Sportartikelherstellers von vorhin, der sich Aufkleber drucken lässt, die auf die neue Fitness-Kollektion hinweisen. Je nachdem, an welchem Ort man diesen Aufkleber nun anbringt oder als Kunde findet, entstehen Situationen, die das Konzept des Guerilla Marketing ausmachen. Ein Sticker, der unser Essverhalten thematisiert und uns einlädt, wieder etwas mehr Sport zu treiben und den man an der Ampel gegenüber einem bekannten Fast-Food-Restaurant findet, bringt vermutlich jeden aufmerksamen Passanten zum schmunzeln und lässt die Markenidentität wachsen. Die Marke erscheint in diesem Fall als witzig, ironisch irgendwie, aber auch aufgeschlossen unserem Alltag gegenüber; denn selbstverständlich ist fettiges Essen toll, später will man aber doch etwas für seine Fitness tun und schon kommt der Gedanke an den kleinen Witz in Form eines Stickers wieder in den Sinn. So oder so ähnlich könnte virales Marketing mit Printprodukten aussehen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Jasmin Schmidt

Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten.

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