Farbschnitt Visitenkarten – brillianter Farbeffekt für wirkungsvolle Visitenkarten

Die Bedeutung und Tradition der Visitenkarte ist ungebrochen. Sobald sich Menschen, insbesondere Geschäftsleute, neu begegnen, gehört der Austausch von Visitenkarten nach wie vor zum guten Stil – weltweit. Wer denkt hierbei nicht insbesondere an die Japaner, die dieser Tradition mehr denn je eine besondere Bedeutung beimessen. Ausdruck dessen ist auch, dass sie ihre Visitenkarten stets beidhändig übergeben und sich dabei tief verbeugen – eine Geste der Wertschätzung! Eine Visitenkarte kommt einer errungenen Trophäe gleich. Sie werden gehegt und gepflegt, aus Respekt vor der Persönlichkeit des Menschen. Soweit sie nicht an Aktualität verloren hat, wird sie nicht weggeworfen. Ein Kontaktdatensatz ist jedenfalls schneller gelöscht.

You never get a second chance to make a first impression

Die Vistenkarte repräsentiert ihren Inhaber. Sie ist einzigartig, weitaus aufschlussreicher sowie praktischer beim Erstkontakt. Denn sie gibt nicht nur Informationen wieder. Die Visitenkarte kann bereits bei der Aushändigung eine positive Wirkung erzielen, wenn sie gut gemacht ist: Optik, Haptik, Auffälligkeit etc. Je individueller desto professioneller, z.B. auch durch den sogenannten Farbschnitt. Eine weiterentwicklung für noch hochwertigere Visitenkarten stellt das Sandwich Verfahren dar welches Visitenkarten mit Farbkern hervorbringt. Die sogenannten Multiloft Visitenkarten sind noch etwas dicker und sehen nicht nur hochwertiger aus, sondern sind auch in der Haptik besser.

Die Visitenkarte mit Farbschnitt in der Praxis

Vorab sei angemerkt: Ein Datenaustausch von Kontaktdaten über Bluetooth oder ähnliches wirkt aufdringlich und außerdem weniger hilfreich im Gespräch. Ein dezenter Blick auf die Visitenkarte der Teilnehmer einer Besprechung erleichtert den Überblick. Wie heißen die Teilnehmer, welche Funktion haben Sie im Unternehmen? Nicht umsonst liegen sie meist offen auf dem Tisch, dem jeweiligen Gesprächspartner zugeordnet. Die Visitenkarte erleichtert die Orientierung im Gespräch.

Schere schneidet Farbband
Der Farbschnitt ist eine einfache Technik um die Ränder einer Visitenkarte zu versiegeln

Eine Farbschnitt Visitenkarte – wie geht das genau?

Soweit die Visitenkarte auf beispielsweise weißem Papier bzw. Karton gedruckt und anschließend zurecht geschnitten wird, ist die Schnittkante weiß. Logisch! Dass muss nicht so bleiben. Die Mini-Flächen der Schnittkanten können auch individuell eingefärbt werden – je nach Design. Die Vistenkarte gewinnt an Auffälligkeit. Die Informationen der Visitenkarte erhalten einen optischen Rahmen.

Woher kommt der Farbschnitt und gibt es ihn nur bei Visitenkarten?

Beim Farbschnitt handelt es sich um eine althergebrachte Technik aus dem Handwerk des Buchdrucks. Die Schnittkanten der Bücher wurden eingefärbt, um zum Beispiel eine besondere Wertigkeit der Bücher zu dokumentieren, z.B. bei Bibeln, Geschichtsbücher etc. Ferner hatte der Farbschnitt auch einen praktischne Nutzen, wenn z.B. beim Lexikon das Buchstabenregister aufgedruckt wurde. Teilweise dient der Farbschnitt auch lediglich dazu, um etwaige Verschmutzungen bzw. Vergilbungen zu kaschieren. Ungefärbte Schnittkanten bei weißem Papier sind empfindlicher und werden bei häufiger Benutzung schnell unansehnlich.

Welche Farbtöne sind bei Farbschnitt Visitenkarten möglich?

Die Einfärbung der Schnittkanten erfolgt in Handarbeit. Jeder vorgemischte Farbton aus dem sogenannten Pantone-Farbraum oder dem HKS Farbraum kann zum Einsatz kommen. Da der Pantone-Farbraum sehr, sehr umfangreich ist und zahlreiche Farbnnuancen bietet, schadet es nicht, dass die Einfärbung über das typische maschinelle 4C-Farbschema nicht möglich ist. Es handelt sich halt um Handarbeit! Auch die Veredelung durch diverse Metallic-Farbtöne aus dem Pantone Farbbraum ist machbar. Nicht zu verwechseln mit Blattgold, Folien, Kaschierungen oder ähnlichen Flächenbeschichtungen. Diese können nicht aufgebracht werden, da die Vistenkarten bereits vor der Einfärbung geschnitten worden sind.

Falls sich ein Unternehmen für Visitenkarten mit einem Farbschnitt – nach Maßgabe des Corporate Design – in entsprechend unterschiedlichen Farben wünscht, ist dies auch ohne weiteres umsetzbar.

Flyer mit Farbschnitt und passendem Titeldruck
Farbschnitt wirkt in verschiedenen Farben als Gesamtobjekt mit dem Druck

Welches Papier ist für eine Farbschnitt Visitenkarte erforderlich?

Die Auswahl an Papier bzw. Karton ist immer noch riesig, auch wenn man die Anforderungen eines Farbschnitts berücksichtigt: Denn damit bei der Einfärbung in Handarbeit einerseits eine saubere Verarbeitung gewährleistet ist und andererseits der gewählte Farbschnitt auch hinreichend auffällt, sollte das Papier eine Stärke von ca.0,7 mm bzw. eine Grammatur von mindestens 300 g je m² Papier aufweisen. Sicherlich empfiehlt sich die Auswahl von Papieren bzw. Kartonagen mit erstklassiger Haptik, um den wertigen optischen Eindruck zu unterstützen.

Eine Variante des Farbschnitts stellen die sogenannten Multiloft Visitenkarten dar. Es handelt sich hierbei um einen Typ besonders dicker und luxuriöser Visitenkarten, die vergleichsweise schwer in der Hand liegen. Sie können insgesamt bis zu 1200 g / m² Papier wiegen. Dabei werden zwei sog. Cover-Papiere von je 325 g/m² individuell bedruckt und im Sandwichverfahren mit 1-2 farbigen Papierkernen fest verklebt. Die Farbkerne stehen üblicherweise in ca. 8 Standardfarben zur Verfügung.

Welche Vorteile bietet der Farbschnitt einer Vistenkarte?

Eingangs wurden die Potenziale einer wertigen und repräsentative Wirkung beim Austausch einer Vistenkarte bereits angerissen: Der Farbschnitt rundet eine individuell gestaltete Visitenkarte ab. Doch, Gestaltung und Wirkung hin und her. Ein entscheidnender Vorteil für die Visitenkarte mit Farbschnitt ist ihre Auffälligkeit. Ganz pragmatisch: Ein potenzieller Kunde hat mehrere Unternehmen bzw. neue Ansprechpartner auf z.B. einer Messe besucht. Er erhält jeweils eine Visitenkarte seiner Ansprechpartner. Nach seiner Rückkehr nimmt der Kunden den Stapel von z.B. 12 Visitenkarten der besuchten Unternehmen hervor, um eine Vorauswahl von möglichen Lieferanten zu treffen. Unter den Visitenkarten befinden sich drei Visitenkarten mit Farbschnitt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er diesen Visitenkarte mehr Beachtung schenkt? Sicherlich ist nicht zu vergessen, dass sich für einen durchgreifenden Kontakt-Erfolg eine Visitenkarte auch dadurch auszeichnet, dass die Konatktdaten beispielweise über einen aufgedruckten QR-Codes verfügen, mit dessen Hilfe die hinterlegten Kontaktdaten für die EDV leicht zu verarbeiten sind.

Fazit: Visitenkarten sind nach wie vor unverzichtbar für Menschen mit reperäsentativen Aufgaben. Ihre Vistenkarten sind wie Bilder: Ein passender Rahmen fördert ihre Wirkung. Visitenkarten mit Farbschnitt machen es möglich.

 

(Bildmaterial:   © Sie sind da und sehen mega aus! Danke an valido für den tollen Druck (Michael/Flickr, CC BY 2.0); © Hochschule der Künste (Stürken Albrecht Druckgesellschaft/Flickr, CC BY 2.0))

Jasmin Schmidt

Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten.

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